Bauphysikalische Vorteile

  • Soweit in den allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen nichts anderes bestimmt ist, gelten für die brandschutztechnische Bemessung die Bestimmungen der Norm DIN EN 1996-1-2 in Verbindung mit DIN EN 1996-1-2/NA. Die Klassifizierung von Wänden und Pfeilern nach DIN EN 13501-2 bzw. DIN EN 1996-1-2 in Verbindung mit DIN EN 1996-1-2/NA geht bei Einbau des KS-ISO-Kimmstein® nicht verloren.
  • Untersuchungen an Kalksandsteinwänden d= 24 cm, RDK 1,8 der Forschungs- und Entwicklungsgemeinschaft für Bauphysik e.V. an der Hochschule für Technik in Stuttgart (Prof.-Dr. Fischer) im Jahr 2000 haben ergeben, dass sich das bewertete Schalldämm-Maß der untersuchten Kalksandsteinwand durch eine Lage KS-ISO-Kimmsteine® nicht verschlechtert. Der Einfluss bei höheren Rohdichten des aufgehenden Mauerwerks ist, aufgrund der Abschirmung durch den Estrich, vernachlässigbar.
  • Mit dem Einsatz des KS-ISO-Kimmsteins® werden im Durchschnitt auf der Wandinnenseite um ca. 1 °C höhere Oberflächentemperaturen erzielt. Bei besonders kritischen Details (z.B. bei nicht unterkellerten Gebäuden) sind Verbesserungen von bis zu 2,5 °C möglich.
  • Die Gefahr von Tauwasserschäden bzw. Schimmelpilzbildung wird aufgrund der erhöhten Oberflächentemperatur vermieden.
  • Eine Erhöhung der Oberflächentemperatur steigert das Behaglichkeitsempfinden.

Mauerwerksdruckfestigkeit

Beim Einsatz von KS-ISO-Kimmsteinen® der Steinfestigkeitsklasse 20 in Verbindung mit KS-Steinen der Steinfestigkeitsklasse 20 müssen keine gesonderten Nachweise geführt werden. Folgende Hinweise für den rechnerischen Nachweis sind zu beachten:

  • Der Standsicherheitsnachweis von KS-Mauerwerk mit KS-ISO-Kimmsteinen® in der unteren bzw. oberen Schicht kann sowohl nach dem vereinfachten Verfahren gem. DIN EN 1996-3 in Verbindung mit DIN EN 1996-3/NA als auch nach dem genaueren Verfahren gem. DIN EN 1996-1-1 in Verbindung mit DIN EN 1996-1-1/NA erfolgen.
  • Beim Standsicherheitsnachweis nach dem vereinfachten Verfahren ist generell die geringere Festigkeit für die gesamte Wand in Rechnung zu stellen ("Schwächstes Glied in der Kette").
  • Beim genaueren Nachweis der Standsicherheit darf abweichend die an der jeweiligen Nachweisstelle vorhandene Mauerwerksfestigkeit angesetzt werden. Hinweis: Bei Verwendung anderer Wärmedämmelemente in KS-Mauerwerk sind diese im Hinblick auf ihre statische und bauphysikalische Eignung im Einzelfall zu überprüfen und nachzuweisen.

Hinweise hierzu geben i. d. R. die jeweilige allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) des verwendeten Produktes. Sich unter Umständen hieraus ergebende Einschränkungen für die Verwendung sind bereits bei der Planung zu berücksichtigen!